Kann man auch für das iPhone/iPad nutzen

Die SK4000 am Helm angebracht

SK4000 (Artikel als pdf)

Parrot SK4000 Bluetooth Freisprecheinrichtung für den Helm

Schon das Auspacken der Freisprecheinrichtung machte Spaß, denn es war sofort klar, dass das Gerät sehr hochwertig gefertigt wurde. Zum Lieferumfang gehören das Helmset (Mikrofon, 2 Lautsprecher), Ein Ladegerät, das Bedienteil, welches einfach auf den linken Griff des Lenkers geklemmt wird, Ein Kabel (Mini-USB auf kleine Klinke), ein Torxschraubendreher und natürlich die SK4000 selbst.

Die Knopfzelle des Bedienteils ist separat verpackt. Nutzte aber nix, denn nach dem Einsetzen stellte ich fest, dass sie trotzdem leer war! Da es sich um eine übliche CR2025 handelt, war schnell Ersatz gefunden. Während die SK4000 an der Ladung hing, machte ich mich an Die Anbringung des Helmsets. Da die Halterung mit dem Mikrofon mittels einer Spange auf den unteren Rand des Helmes gesteckt wird, war das kein Problem. Kurz noch die Torxschraube festdrehen und die Halterung mit der Aufnahme für die SK4000 saß bombenfest. Nun mussten noch die Lautsprecher angebracht werden. Da man selbst nur schätzen kann, wo im aufgesetzten Zustand die Ohren im Helm sitzen, bedarf es da ein wenig Fummelei. Zum Glück sind die Lautsprecher mit einem Klettrahmen versehen, der es ermöglicht, die Lautsprecher wieder zu lösen und erneut einzupassen. Für alle, die einen Helm besitzen, dessen Bezug nicht „klettkompatibel“ ist, liegen noch zwei Klebepads bei. Nach dem Einpassen noch schnell das Kabel unter dem Helmfutter verschwinden lassen, fertig war die Laube!
Die Kopplung mit meinem Handy ging problemlos von statten.
Die SK4000 übernahm auch sofort mein Telefonbuch aus dem Handy und stellte mir somit die Sprachwahl zur Verfügung,  obwohl mein Handy diese gar nicht unterstützt! Klasse
Sache!
Kurz auf den Verbindungsknopf gedrückt und… Überraschung! Die SK4000 sprach Englisch mit mir! Nicht, dass ich Englisch nicht verstünde, aber ich werde beim Rollerfahren nicht so gerne in Auswärts angequatscht. Nun gut, da ich keine Option zum ändern der Sprache fand, musste ich wohl oder übel zunächst damit leben.
Ansonsten funktionierte alles einwandfrei. Ein kleines Manko stellte sich aber dann doch noch ein. Das integrierte UKW-Radio ließ sich nicht überreden, einen Sender zu finden, der etwas anderes als Rauschen sendete. Da ich mich aber noch in meinem Wohnzimmer mit meinem Helm auf dem Kopf befand, konnte ich damit leben. Das Radio wäre für mich eh nur ein hübsches Gimmek, welches ich nicht zu nutzen beabsichtigte. Außerdem ist die SK4000 wohl für Jethelme gedacht. Ein solcher prangt auch auf dem Karton und der Anleitung. Deshalb muss man das Mikrofon recht stark verbiegen, wenn man einen Integralhelm besitzt. Das macht aber nichts, denn der Arm ist sowohl lang als auch flexibel genug um das Mikrofon richtig zu positionieren.

Ich will jetzt nicht auf die einzelnen Funktionsweisen eingehen. Fakt ist, dass die SK4000 das macht, was sie soll. Bei meinem Helm sind die Windgeräusche so stark, dass der andere Telefonatsteilnehmer schon recht laut sprechen muss, wenn ich schneller als hundert fahre.
Das Streamen von Musik vom Handy auf die SK4000 ist auch sehr einfach. Natürlich prangt überall der Hinweis, dass man während der Fahrt nur die Monofunktion des Handys nutzen darf und die Nutzung beider Lautsprecher streng verboten ist.
Da ich erfahren habe, dass man Parrot Freisprecheinrichtungen updaten kann, habe ich mich heute mal auf der Seite http://www.parrot.com schlau gemacht. Und tatsächlich: dort wird ein Updatetool angeboten, das die interne Software auf den neusten Stand zu bringen verspricht. Da meine SK4000 zwar über die aktuelle Software verfügte, es aber auch eine deutsche Version dieser Software gab, wuchs meine Hoffnung, bald nicht mehr auf englische Fragen antworten zu müssen.

Leider begann damit das Debakel! Ich lud das Tool herunter, installierte es unter Windows7 und es klappte zumindest auch mit der Installation. Das war es dann auch schon mit dem Klappen.
Man kann wählen, ob man die SK4000 via Bluetooth oder USB updaten will. Ich entschied mich zunächst für USB, da der Vorgang so nur etwa 3 Minuten dauern sollte.

Ich richtete mich genau nach den Anweisungen, eine richtige Verbindung kam aber trotzdem nicht zustande.
Also versuchte ich die Bluetooth Variante, die etwa 10 Minuten dauern sollte. Man wird aufgefordert, die Windowsmeldungen zu ignorieren, da sie nach kurzer Zeit von selbst verschwinden würden. Also entweder ist meine Interpretation von kurzer Zeit eine andere, als die von Parrot, oder mein Windows ist anders, als alle anderen! Nichts verschwand von selbst. Wenn man den Windowsvorgang abbrach, wurde auch gleich die Bluetooth Verbindung gekappt. Irgendwann gab ich entnervt auf und besann mich darauf, dass ich doch auch noch ein XP-System in der Rückhand habe!

Also das Netbook angeworfen, die Software installiert und zunächst wieder die USB Verbindung gewählt. Gleiches Ergebnis! Nachdem auch die Bluetooth Methode nicht zum gewünschten Erfolg führte, befand ich mich am Rande der Glatze, vom vielen Haareraufen!
Immer und immer wieder durchlief ich die gleichen Schritte, bis meine SK4000 anscheinend den Kaffee auf hatte und mir durch ein blaues Dauerleuchten signalisierte, dass sie auf diese Sperenzchen keine Lust mehr hatte. Dieses blaue Leuchten war auch mit einer Neuninitialisierung der SK4000 nicht zu beheben und ich wähnte mich schon in der Hotline von Parrot.

Als ich die Freisprecheinrichtung ein letztes Mal in den wohlgemerkt laufenden Updateprozess per USB-Kabel einklinkte, geschah das Unfassbare! Das Programm meldete mir, das der USB-Treiber nun installiert sei und die blaue Leuchte erlosch! Nachdem ich den weiteren Anweisungen gefolgt war, verkündete mir das Tool endlich den langersehnten Erfolg! Das Ganze hat dann auch nur ca. 2 Stunden gedauert. Jetzt spricht die Trude endlich deutsch mit mir, auch wenn die Aussprache der Namen im Telefonbuch immer noch sehr an Kaugummienglisch erinnert.

Was ich fast vergessen hätte:
Das mitgelieferte Kabel (Mini USB auf Klinke) dient übrigens dazu, die SK4000 mit einem Audiogerät zu verbinden. Das kann alles sein, was einen kleinen Klinkenanschluss als Ausgang hat, also auch ein Navi, dass nicht über einen Bluetoothanschluss verfügt. So kann man auch entspannt Musik hören (natürlich nur über den rechten Lautsprecher! ;-)) und sich gleichzeitig die Naviansagen auf’s Ohr geben lassen. Das Telefon hat übrigens immer Priorität. Sobald es klingelt, wird alles andere stumm geschaltet.
Alles in Allem ist die Parrot SK4000 ein tolles Gerät, sieht man einmal von dem Update-Debakel ab. Da müsste Parrot wohl mal dringend nachbessern. Immerhin gibt es aber wenigstens die Möglichkeit, das Gerät mit neuer Software zu versorgen.
Ich bereue den Kauf nicht, besonders, weil ich die SK4000 auf http://www.pearl.de für sagenhafte 39,95 Euro plus Versand geschossen habe. Günstiger geht Bluetooth wohl nicht!

Ach ja, Der silberne Aufdruck auf den Tasten an der SK4000 könnte haltbarer sein! Nach wenigen Tagen verblasst er nun schon, sodass ich in Kürze mit seinem gänzlichen Verschwinden rechne. Das sollte eigentlich nicht passieren!

©Thorsten Trautmann 26.08.2011

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