Die Wirrungen der preis24.de-Bestellungen

Es war mal wieder so weit. Ich erlag den Werbeversprechungen des Fernsehens und der E-Mails.
Mein Datenvertrag, über den ich mein iPad der 1. Generation erhalten hatte, läuft aus und ich fand es an der Zeit, ein neues Gerät anzuschaffen. Immerhin hatte ich ja jetzt schon diverse Generationen übersprungen.
Da kam mir eine Werbemail der Internetseite preis24.de gerade recht. Versprach sie doch ein nagelneues iPad mini Celular mit 16 GB kostenlos zu einem neuen Datenvertrag dazu!
Ich sichtete online das Angebot und entschied mich nach zwei Jahren Vodafone diesmal für die Telekom. Das resultierte daraus, dass die Telekom das schnellere Netz anbietet und die Hotspot-Nutzung gleich mit inbegriffen ist. Also musste ich mich nur noch für die Farbe des iPad mini entscheiden. Nach zwei Jahren schwarz, entschied ich mich spontan für weiß.
Das Angebot versprach, dass innerhalb von zwei Stunden nach Antragseingang die Bonitätsprüfung durch die Telekom abgeschlossen sein sollte. Dann sollte auch sofort eine E-Mail darüber informieren.
Am 27.12.2012 füllte ich den Antrag aus, erteilte eine Einzugsermächtigung für die Expressversandkosten und harrte der Dinge, die da angekündigt waren. Und wartete, und wartete, und wartete…
Das Einzige, was eintraf war die Bestätigungsmail von preis24.de. Was nicht eintraf, war die Mail der Telekom. Auch nicht am nächsten Tag und nicht am nächsten Tag! In diesem Jahr sollte ich gar keine Nachricht der Telekom mehr erhalten.
Wie es dann mit dem Versprechen stand, die Lieferung würde 48 Stunden nach Zahlungseingang erfolgen, muss ich wohl nicht näher erläutern.
Die Internetseite des Anbieters bietet eine Auftragsprüfung. Dort gibt man seine Auftragsnummer und seinen Namen ein und soll dann über den Status seiner Bestellung informiert werden. Soweit die Theorie. Bei mir stand der Status während der gesamten Wartezeit bis zur Lieferung auf Null Prozent. Klappt anscheinend sehr gut!
Als nach mehreren Tagen immer noch kein Status für mich zur Verfügung stand, ich immer noch keine Mail der Telekom erhalten hatte, aber zum Glück auch noch kein Geld von meinem Konto abgebucht worden war, schrieb ich über das Kontaktformular an den Service von Preis24.de. Ich erbat mir mitzuteilen, ob ich denn überhaupt mit einer Lieferung des iPad mini rechnen dürfe.
Über diese Benachrichtigung erhielt ich eine automatisch generierte Bestätigungsmail – sonst nichts. Keine Info – kein iPad.
Also testete ich die Telefon-Hotline, die großspurig mit Ortstarif beworben wird. Leider scheint dieser Ortstarif auch zu bewirken, dass nur eine Leitung zur Verfügung steht. Anders ist es kaum zu erklären, dass über mehrere Stunden die Hotline nicht zu erreichen ist! Immer wieder erhielt ich die Aufforderung, ich solle auflegen und es zu einem späteren Zeitpunkt versuchen. Na danke!
Eine erneute Nachricht über das Kontaktformular mit der dringenden Bitte um Rückmeldung erbrachte das gleiche Ergebnis wie die erste, nämlich keines.
So langsam wurde ich ungehalten. Es ist eine Sache, wenn man seine Kunden nicht zufrieden stellen kann. Es ist aber eine ganz andere, wenn man sie dabei auch noch ignoriert!
So kam natürlich das neue Jahr ohne neues iPad, aber damit hatte ich eigentlich eh schon gerechnet.
Im neuen Jahr entschloss ich mich erneut, die Hotline zu nutzen. Diesmal brauchte ich auch nur gefühlte zehn Versuche, bis ich zumindest in einer Warteschleife landete. Während ich also da so wartete, hatte ich das Angebot auf der Internetseite aufgerufen und die Versprechungen , die dort gemacht wurden, schienen mich zu verhöhnen. Ich begann das doofe Schwein auf der Seite zu hassen!
Als ich mir den Warteschlangensong ungefähr zehnmal angehört hatte, meldete sich endlich eine Mitarbeiterin, die den Eindruck erweckte, entweder nicht wirklich fit zu sein, oder aber mental bedingt langsam. Für mich kam das auf’s Gleiche heraus: „Wir haben Lieferschwierigkeiten, Ihr Antrag wurde genehmigt, wir entschuldigen uns, nächste Woche wird garantiert geliefert…“. So in etwa spulte sie ihre Infos immer wieder monoton auf meine Nachfragen ab. Also weiter warten. Dieses „Gespräch“ fand am 03.01.2013 statt, eine Woche nach Bestellung.
Da ich mir nicht denken konnte, dass „nächste Woche“ auch gleich „Anfang nächster Woche“ sein sollte, wartete ich nun geduldig die nächsten Tage in dem Wissen, dass eine Lieferung zumindest nicht ganz ausgeschlossen war.
Am Nachmittag des 10.01.2013 erhielt ich tatsächlich eine E-Mail von preis24.de, in der mir der Versand der Ware mitgeteilt wurde! Endlich, es war wohl so weit. Im gleichen Moment erhielt ich die exakt gleiche Mail noch einmal. Was beiden fehlte, war die Trackingnummer von DHL, die aber in beiden angekündigt wurde. Eine schöne Beschreibung, wie man mit dieser Nummer das Paket verfolgen kann, aber keine Nummer! Gut gemacht, preis24.de!
Als ich am gleichen Abend nach Hause kam, erwartete mich die nächste E-Mail. Diesmal teilte mir preis24.de mit, dass mein Antrag angenommen worden sei und jetzt nur noch die Versandkosten eingezogen würden, bevor mein iPad endlich ausgeliefert werden könne. Ahaaaa…! In den beiden Mails vom Nachmittag wurde mir die Lieferung noch für den Folgetag angekündigt. Diese Mail relativierte das Ganze nun wieder erheblich. Wutentbrannt setzte ich mich an den Rechner und antwortete auf die letzte Mail. Ich machte meinem Unmut sehr deutlich Luft, ohne beleidigend zu werden und forderte preis24.de zu einer Stellungnahme auf. Außerdem setzte ich eine Frist bis zum 14.01.2013, bis zu der das iPad geliefert werden sollte.
Resultat? Ratet mal! Genau: keines! Jedenfalls kein messbares, denn mein iPad traf dann am 15.01.2013 ein, nachdem ich am 14.01. erneut eine Versandmitteilung erhalten hatte, diesmal mit Trackingnummer.
Aber nicht, dass die Missverständnisse damit zu ende gewesen wären. Selbst bei der Auslieferung kann noch einiges schief gehen.
Der DHL-Bote stand vor mir, verlangte meine Ausweis zwecks Post-Ident und reichte mir die ersten Kopien der Unterlagen. Ich stand in Vorfreude da und überflog die Papiere, als mir etwas auf einem Formular der Telekom auffiel: Als Mobiltelefon wurde mir gerade angeblich ein Sony Ericsson Arc S geliefert! Was sollte das denn jetzt? Abgesehen davon, dass ich mit einem reinen Datentarif nichts mit einem Handy anfangen konnte, entsprach das Ding natürlich nicht meiner Bestellung! Der DHL-Bote, der ob der widrigen Wetterbedingungen schon genug gestresst war, konnte mir natürlich keinerlei Auskunft darüber geben, was sich denn nun tatsächlich in dem Päckchen befand. Er tendierte aber dazu, den Unterlagen Glauben zu schenken. Öffnen wollte er den Karton natürlich auch nicht. Also hatte ich nur die Wahl, entweder das Risiko einzugehen, das Paket anzunehmen und es im Extremfall wieder zurückzuschicken, oder das Ganze gleich retour laufen zu lassen. Das hätte aber bedeutet, dass ich weiter hätte warten müssen. Nein, das war mir zu doof! Ich wählte das Risiko und nahm die Lieferung an.
Erwartungsvoll öffnete ich den Karton und siehe da: Er enthielt tatsächlich mein lang ersehntes iPad mini! Mit SIM-Karte der Telekom, die sogar schon aktiviert war. Na bitte, geht doch!
So hatte also der ganze Vorgang 19 Tage gedauert. Wenn man von den versprochenen 48 Stunden ausgeht, ist das doch annähernd passabel – nicht!
Der Auftragsstatusbalken auf der Webseite stand am Tag der Lieferung übrigens immer noch auf Null, leuchtete dafür aber schön grün. Auch schon was!
Jetzt erfreue ich mich meines neuen iPad mini und immer wenn das Werbeschwein über den Bildschirm tanzt und vollmundig schnellste Lieferung verspricht, scheint es mir zuzuraunen: „Wer’s glaubt…!“.

http://paper.li/Mac_Cop/1347230819#

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Schutz für das wertvolle Display

Diese Folien, die nicht nur für Produkte mit dem Apfellogo erhältlich sind, sind nicht billig, sonder preiswert. Die Qualität stimmt, der Preis ist akzeptabel.

Ich zahle lieber ein paar Cent mehr und kaufe dafür nur einmal eine Folie pro Display. Alle meine Displays werden inzwischen von Folien der Firma Dipos geschützt. Sie lassen sich extrem leicht anbringen und halten sehr lange. Oft sogar länger als das Gerät, das geschützt werden soll.

Scotty, TELEPORT me up…

Kennt ihr das? Ihr benutzt zu Hause nicht nur euren Mac, sondern das MacBook steht auch noch auf dem Schreibtisch. Es ist ja so schön praktisch, wenn man während man am großen Bildschirm arbeitet, am mobilen Gerät noch chaten oder eben etwas googlen kann.

Bei mir führt das aber auch oft dazu, dass ich mit der Maus vom Mac versuche, das MacBook zu steuern. Auch das ewige Wechseln der Tastatur ist doch eher nervig.

So dachten wohl auch die Entwickler von Abyssoft. Sie stellten eine App her, die dieses Problem einfach und vor allem kostenlos löst! Teleport muss auf beiden Geräten installiert werden. Es nistet sich dann in den Systemeinstellungen ein. Dort lässt es sich dann auch konfigurieren. Man kann wählen, an welcher Seite des Bildschirms der Übergang zum anderen Bildschirm bestehen soll. Denn genau das macht Teleport: Es stellt eine Verbindung zwischen Macs her und sorgt dafür, dass man sowohl Maus, Tastatur als auch Zwischenablage auf allen eingebunden Geräten benutzen kann. Hat man z.B. festgelegt, dass das MacBook links neben dem Mac steht, steuert man einfach den Cursor über den linken Bildrand hinaus und wie durch Zauberei erscheint er auf dem Display des MacBooks. Sobald sich der Cursor dort befindet, wird das MacBook auch mit der Tastatur des Macs gesteuert. Das schafft Platz auf dem Schreibtisch und erleichtert das Arbeiten mit mehr als einem Mac ungemein.

Die App arbeitet unter Lion, Mountain Lion , Leopard und Snow Leopard (solange die letzten beiden auf Intel-Macs laufen). Eine ältere Version für alle Vorgänger-Macs ist verfügbar.

Teleport ist unter anderem auch in Deutsch verfügbar.

Mountain Lion als bootfähiger USB-Stick

Da Mountain Lion (OSX 10.8) nur noch über den Appstore vertrieben wird, ist es sehr praktisch einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen. Wie es geht, erfahrt ihr hier: GIGA

Ist sehr einfach und dauert in etwa so lange, wie die Installation von OSX 10.8 selbst.

Viel Spaß dabei

Kostenlose T-Shirts für Webmaster

T-Shirt Druck

Jeder der diesen Link auf seiner Seite veröffentlicht, bekommt dafür ein kostenloses T-Shirt mit Wunschtext bedruckt.

Administrierst du mehrere Seiten, bekommst du auch mehrere Shirts (maximal 10).
Kann man ja immer gebrauchen, gelle?

 

Anmelden muss man sich über Facebook.

Mac mini mit SSD aufrüsten

So langsam werden SSDs erschwinglich. Grund genug, über ein Aufrüsten meines Mac minis (2011) nachzudenken.
Gedacht – getan, Mediamarkt hatte ein Schnäppchen im Angebot. Die Verbatin 64GB, 2,5″ SATA Solid State Drive kostete gerade mal 49,- Euro. Nun ist es bei Apple ja leider nicht mit dem Kauf der SSD getan. Der Mac mini heißt nicht nur so, er ist es auch: mini! Platz ist für eine zweite Festplatte zwar vorgesehen, diesen aber zu erreichen erfordert eine Menge Arbeit und Fingerspitzengefühl. Damit nicht genug verweigert Apple die Herausgabe von Ersatzteilen. Somit gibt es kaum Möglichkeiten, an das benötigte Anschlusskabel heranzukommen. Eine Möglichkeit ist das Dual Hard Drive Kit von ifixit.
Dieses kann man in den USA bestellen und bezahlt dann 69,95 USDollar dafür. In diesem Kit sind dann auch noch „spezielle“ Werkzeuge enthalten. Zu dem Preis kommen noch Versandkosten in Höhe von 10,- USD. Damit ist das Kit natürlich kein Schnapper mehr. Andererseits gibt es keine Alternative. Es sei denn, man findet einen Händler, der eine Ausnahme macht. Da gibt es dann den kompletten HD-Rahmen mit Kabel, Schrauben und Vibrationsabsorbern für 50,- Euro. Darin sind dann natürlich nicht die Werkzeuge enthalten. Diese sind aber auch gar nicht notwendig.
Was man aber von ifixit dringend benötigt, ist die Einbauanleitung.

Da ich noch nicht viel an Apples Wunderwerken geschraubt habe, holte ich mir Unterstützung bei einem Freund. Gemeinsam machten wir uns dann ans Werk. Wie man an der Anleitung erkennt, muss man den mini komplett demontieren. Auf dem Foto kann man wohl ganz gut erkennen, dass man unbedingt Ordnung in den ausgebauten Teilen halten sollte. Wir haben den einzelnen Schritten in der Anleitung die demontierten Teile zugeordnet und diese mit Zetteln beschriftet. ifixit schreibt, dass versierte Schrauber etwa 20 Minuten benötigen würden, um den Umbau abzuschließen. Diese Zeitangabe ist meines Erachtens nach selbst für einen Vollprofi utopisch. Wir haben weit länger als 2 Stunden geschraubt und das lag nicht an unseren zum Teil unprofessionellen Werkzeugen (ein alter Drahtkleiderbügel ersetzte z.B. das ifixit-patentierte Spezialwerkzeug). Vielmehr sind viele Bauteile des Mac minis äußerst filigran, sodass Grobmotoriker generell die Finger von der Sache lassen sollten.

Das Schrauben war zwar zeitaufwendig, aber nicht unbedingt das Schwierigste. Das erwartete uns erst, als es an die Installation des Systems ging. Hierzu sei gesagt, dass man UNBEDINGT vor dem Umbau ein Time Machine Backup erstellen sollte. So kann man, nachdem man das Betriebssystem auf die SSD installiert hat, seine ganze Installation wiederherstellen. Natürlich muss man dabei immer im Auge behalten, welche Differenz in der Größe der SSD und der HD besteht. Der Migrationsassistent von OSX ist dabei eine große Hilfe.
Bei diesen ganzen Ein- und Umstellungen wäre ich ohne meinen Freund aufgeschmissen gewesen. Er hat da deutlich mehr Erfahrung. Ich bin ja erst im vergangenen Jahr auf Apple umgestiegen.

Fazit der Umbauaktion: Der Mac mini rennt wie ein Großer! Das Booten dauert etwa 23 Sekunden, das Herunterfahren ist kaum messbar. Alle Anwendungen, die auch alle auf der SSD Platz fanden, starten nun in ungeahnter Geschwindigkeit. Gekostet hat mich der Spaß 99,- Euro für die Teile, viel Zeit und viel Schweiß. Gelohnt hat es sich aber allemal!

Ein aktueller Nachtrag:

Die Firma OWC (Other World Computing) hat gerade ein eigenes Einbau-Kit herausgebracht. Dieses ist in etwa so umfangreich, wie das von ifixit, kostet aber zur Einführung nur 49,99 USD plus Versand. Das ist preislich natürlich echt interessant. OWC liefert auch gleich ein Einbauvideo bei YouTube mit: